Der Mandalorianer und Grogu

Das Imperium ist zerbrochen. Imperiale Kriegsherren treiben weiter in der Galaxis ihr Unwesen. Die Kräfte der Neuen Republik wollen den Niedergang des Imperiums verteidigen. In dieser unberechenbaren Machtkonstellation sind der Mandalorianer Din Djardin und Grogu unterwegs, um den Lebensunterhalt mit Kopfprämien zu sichern.

Der neue Film aus dem Star Wars Universum hat mir gut gefallen. Es gab im Vorfeld eher skeptische Aussagen von Rezensenten. Der Film war durchgehend abwechslungsreich und ich habe keine Längen gespürt. In der Tat fand ich die Kampfszenen eher unpassend. Der Mandalorianer nimmt es ohne größere Schwierigkeiten mit 10 bis 20 Sturmtrupplern auf. In realistischen Gefechten werden die nicht so unintelligent sein, um darauf zu reagieren. Der Film hat generell ein Übergewicht von Kampfszenen. Das Verhalten des Mandalorianers gegenüber der Republik könnte stärker in einen Kontext des Verhaltenskodex der Spezies gestellt werden.

Storm Trooper
Storm Trooper

Die Beziehung zwischen dem Mandalorianer und Grogu wechselt in drei Akten von einer Eltern – Kind – Beziehung zu einer Pflegebeziehung, in der Grogu für die Gesundung des Mandalorianers sorgt. Der Aspekt der Ausbildung kam mir zu kurz. Die telekinetischen Fähigkeiten konnte Grogu einsetzen, wenn es erforderlich war. Wie es zur Beherrschbakeit der Fähigkeiten kam, wird nicht so nachvollziehbar erklärt.

Die visuellen Effekte waren angemessen. Ich sah die 2-D-Version im Kino. Ich habe da nichts vermisst. Die Musik von Ludwig Göransson gefällt mir gut. Die Filmmusik nimmt stark die Musikelemente aus den Serien auf. Mir hat das gefallen.

Ich fand es schade, dass Sigourney Weaver nur eine schwache Rolle bekommen hat. Die hätte besser in dem Film eingesetzt werden können. Das schauspielerische Potential wurde nicht genutzt. Ich habe so den Eindruck, dass sie in erster Linie da war, um auf den Filmplakaten gut zu wirken und ein Magnet für lebensältere Science-Fiction-Freunde darzustellen.

Meister Yoda

Die Rolle des Sohns von Jabba dem Hutten war nett. Das erinnert ein wenig an die erste Trilogie. Der Zuschnitt der Rolle war ein wenig jämmerlich. Mit der Kraft und Ausbildung als Kämpfer erwarte ich, dass er sich stärker gegen seine Verwandten durchsetzt, die nun das Sagen haben und ihn ruhigstellen wollen.

Der Film ist etwas für alle, die die Krieg-der-Sterne-Filme mögen und sich auf etwas Neues freuen können. Zu stark in der Materie verhaftete Fans werden vielleicht Inkonsistenzen gefunden haben. Mir ist da nichts aufgefallen.

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags steht auf Rottentomatoes.com das

  • Tomatometer auf 62% und das
  • Popcornmeter auf 88%.

Das interpretiere ich so, dass die Fans den Film gnädiger bewerten als die professionellen Rezensenten oder Kritiker. Das kann ich so nachvollziehen.

Den Filmbesuch habe ich nicht bereut.

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