Die Fabel vom Raben und vom Fuchs

Die Fabel vom Raben und vom Fuchs von Äsop wird für viele Gelegenheiten genutzt, auch als Warnung vor Schmeichlern. Sie lautet:

Ein Rabe hat ein Stück Käse gefunden und sich auf einen Ast zurückgezogen, um es zu verzehren, als ein Fuchs vorbeikommt. Der Fuchs, der den Käse gerne selber hätte, schmeichelt dem Raben, nennt ihn wunderschön und den König der Vögel. Schließlich bittet der Fuchs den Raben, für ihn zu singen.

Von der Schmeichelei des Fuchses unvorsichtig gemacht, beginnt der Rabe zu singen, um zu beweisen, dass er der beste Sänger ist. Als er den Schnabel öffnet, fällt der Käse heraus und der Fuchs fängt ihn auf und frisst ihn. Da lacht er und sagt: Hüte dich vor Schmeichlern!

Sehr interessant ist die Adaption, die Google Gemini auf die heutige Zeit liefert:

Der Fuchs und der Influencer

Hoch auf einem Ast einer knorrigen Eiche saß Rabe Rudi, sein schwarzes Gefieder glänzte im Sonnenlicht. In seinem Schnabel funkelte ein nagelneues Smartphone, das er am Morgen vom Dach eines Hauses stibitzt hatte. Stolz betrachtete er das Gerät, während er auf seinen Kumpel Klaus wartete, um mit ihm Fotos für seinen Instagram-Konto zu machen.

Plötzlich ertönte eine schmeichelnde Stimme. „Ah, Rabe Rudi!“, rief der Fuchs, der sich geschickt durch das Unterholz gepirscht hatte. „Was für ein prächtiges Exemplar du bist! Dein Gefieder glänzt wie poliertes Ebenholz und deine Augen blitzen wie Diamanten.“

Rudi war geschmeichelt. „Danke, Meister Fuchs“, krächzte er. „Ich weiß, dass ich ein Hingucker bin.“

„Dein Smartphone!“, rief der Fuchs entzückt. „So ein edles Modell habe ich noch nie gesehen! Ist das etwa das neueste iPhone?“

„Jawohl“, prahlte Rudi. „Mit 12 Kameras und einem riesigen Display. Ich habe es heute Morgen ergattert.“

„Du Glückspilz!“, rief der Fuchs. „So ein Gerät würde mein Leben ungemein bereichern. Ich könnte damit die schönsten Fotos von meinen Streifzügen durch den Wald machen und sie auf Instagram teilen.“

Rudi war eitel genug, um auf den Köder hereinzufallen. „Du könntest es mal ausprobieren“, sagte er und präsentierte dem Fuchs das Smartphone.

Der Fuchs griff geschickt zu und rannte davon. „Vielen Dank, mein lieber Rudi!“, rief er noch über die Schulter. „Du wirst es nicht bereuen!“

Rudi blieb mit leerem Schnabel zurück. Wütend krächzte er und versuchte, den Fuchs zu verfolgen, doch es war zu spät. Der Fuchs war schon im Dickicht des Waldes verschwunden.

Verbittert kehrte Rudi auf seinen Ast zurück. Er hatte eine wichtige Lektion gelernt: Schmeichelei kann teuer werden.

Moral der Geschichte:

Auch im digitalen Zeitalter gilt: Sei vorsichtig mit Schmeicheleien. Jemandem, der dir Honig ums Maul schmiert, geht es oft nur um seinen eigenen Vorteil.

Zusatz:

In der heutigen Zeit kann die Fabel auch als Warnung vor Identitätsdiebstahl und Cyberkriminalität interpretiert werden. So wie der Fuchs dem Raben sein Smartphone stiehlt, können auch Online-Betrüger versuchen, an persönliche Daten oder andere Wertsachen zu gelangen. Es ist daher wichtig, im Internet wachsam zu sein und keine persönlichen Informationen an Unbekannte weiterzugeben.

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